Bei einer Podiumsdiskussion in Königsbrunn traf Bundesministerin Dorothee Bär (Forschung, Technologie und Raumfahrt) auf engagierte Mitglieder der Jungen Union Augsburg-Land, die ihr im Vorfeld zahlreiche Fragen zu Zukunftsthemen gestellt hatten. Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordnetem Hansjörg Durz und unserer JU-Spitzenkandidatin Dr. Lisa Wolf sprach sie über Künstliche Intelligenz, medizinische Forschung, Raumfahrt und internationale Zusammenarbeit.
Zur Künstlichen Intelligenz machte Bär deutlich, dass Europa selbstbewusst seinen eigenen Weg gehen müsse. Statt andere einfach zu kopieren, solle Deutschland seine Stärken ausspielen – vor allem in der Medizin, bei bildgebenden Verfahren und in der Verbindung von Forschung und Wirtschaft. Mit leistungsstarken Rechnern wie dem Supercomputer Jupiter in Jülich und einer besseren Nutzung von Daten wolle man Innovationen gezielt vorantreiben. Dafür seien auch moderne gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig.
Besonders leidenschaftlich sprach Bär über ihr Anliegen einer „weiblicheren Medizin“. Sie erklärte, dass Medizin und Forschung lange Zeit überwiegend auf den männlichen Körper ausgerichtet gewesen seien. Da Frauen oft andere Symptome zeigen – etwa bei Herzinfarkten – müsse Medizin geschlechtersensibler werden. Therapien, Medikamente und Dosierungen sollten stärker auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten werden. Mit einem eigenen Innovationspaket wolle sie genau diese Entwicklung fördern.
Auch die Zusammenarbeit mit den USA sowie die Chancen des Raumfahrtstandorts Augsburg kamen zur Sprache. Bär betonte, wie wichtig internationale Kooperationen und regionale Innovationszentren für den technologischen Fortschritt seien.
Zum Abschluss lobte Dorothee Bär ausdrücklich die Junge Union. Sie würdigte das große Interesse und den Einsatz der jungen Mitglieder für Zukunftsthemen und machte deutlich, dass sie dieses Engagement, bei der Kommunalwahl eine eigene Kreistagsliste aufzustellen, sehr schätzt und unterstützt. Mit Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre rief sie zu Optimismus, Gestaltungswillen und Stolz auf die eigenen Leistungen auf.

